Heilpflanzen
Arbeitsmaterialien in Theorie und Praxis für Lehrer,
Kursleiter und Dozenten
1996, 33 Seiten DIN A4
Inhaltsverzeichnis
Das Thema Heilpflanzen
Heilpflanzen im Spiegel der Zeit
Einteilung der Heilpflanzen
Pythotherapie
Andere Therapieformen auf Heilpflanzenbasis
Bedeutung der Heilpflanzen
Darreichungsformen
Eigenherstellung oder Fertigpräparate
Heilpflanzen selbst gesammelt
Mit Stumpf und Stiel
Die Wirkstoffe der Heilpflanzen
Literatur
Ratgeberliteratur
Adressen
Lernziele
Verlaufsplanung
Arbeitsblätter
Heilpflanzenquiz
Ordnen Sie die Begriffe zu
Heilpflanzen-Rätsel
Für ein lückenloses ... |
Informationsblätter
Wissenwertes über Heilpflanzen
Overheadfolien
Heilpflanzen - für wen?
Heilpflanzen-Therapieformen
Die Bedeutung des Wortes Droge
Das Wirkungsspektrum der Heilpflanzen
Heilwirkung
Selbstbehandlung
Kleinere Krankheiten, die selbst behandelt werden können
Heilpflanzenpräparate
Hinweise zum Sammeln von Heilpflanzen
Pflanzenteile
Wirkstoffe |
Aus dem Inhalt:
Das Thema Heilpflanzen
Mit diesem Heft soll ein allgemeiner Überblick über den Themenkomplex Heilpflanzen gegeben wer den. Diese Einführung ist thematisch weit gefächert und geht nur punktuell in die Tiefe. Einige hier nur angerissene Punkte werden in anderen Heften dieser Reih e zum Thema Heilpflanzen genauer beschrieben.
Heilpflanzen besitzen Wirkstoffe, die zur Linderung und vielleicht auch eilung von Krankheiten beitragen können. Das Spektrum der Heilpflanzen mfaßt dabei sowohl stark wirksame Arzneipflanzen wie den Roten Fingerhut mit dem schon in geringen Dosen wirks amen Digitalis und geht bis zu "schwach" wirksamen Heilpflanzen wie der Pfefferminze.
Es wird geschätzt, daß mindestens 50.000 Pflanzen auf dieser Welt als Heilpflanzen von Interesse sind. In der Literatur sind ca. 12.000 Pflanzen mit pharmazeutischer Wirkung beschrieben, davon sind aber höchstens 5.000 bis zu einem gewissen Grad erforscht.
Heilpflanzen im Spiegel der Zeit
Schon sehr früh hat sich der Mensch der heilenden Kraft der Natur bedient. Im Laufe der Zeit hat sich das Wissen & uuml;ber die passende Heilpflanze für die entsprechende Krankheit erweitert. Dies geschah häufig nach einem riesigen Versuch und Irrtum-Prinzip. Ab er auch eine gewisse Hellsichtigkeit an Wissen über die Natur sowie Intuition haben eine Rolle gespielt. Forschungen an Menschenaffen haben sogar gezeigt, daß unsere nächsten Verwandten, um sich zu kurieren, spezielle Pflanzen suchen, die nicht auf ihr em normalen Speisezettel stehen. Die Kenntnisse über die Heilwirkung von Mineralien, Pflanzen und tierischen Produkten wurde in allen Völkern über Generationen gesammelt, ergänzt, bewahrt und mündlich, später auch schriftlich weitergegeben.
Noch heute ist der Äskulapstab das Symbol des Ärztestandes. Auch Hippokrates, ein äskulapischer Heilkundiger, verabreichte pflanzliche Auszüge zur Förderung der Selbstheilungskräfte des Menschen. Die heute noch bestehende Bedeutung des Hippokrates für die Medizin kommt im Eid des Hippokrates zum Ausdruck, die Grundlage der Ethik praktizierender Ärzte.
Im letzten Jahrhundert nahm die Bedeutung der Pflanzenheilkunde allerdings ab. Bedingt durch Fortschritte in der Chemie und der Möglichkeit, synthetische Arzneimittel herzustellen, wurde die herkömmliche Verwendung der Heilpflanzen in den Hinter grund gedr ängt.
Erst in letzter Zeit hat die Bedeutung der Heilpflanzen als Arzneimittel wieder zugenommen. Als Ursache dafür wird, neben der Änderung der grundlegenden Einstellung zu natürlichen Produkten, der große Fortschritt der Pharmazie gerade auf diesem Gebiet genannt.
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