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Cover: Nahrungsmittelallergien Nahrungsmittelallergien

Arbeitsmaterialien in Theorie und Praxis für Lehrer,
Kursleiter und Dozenten

1995, 33 Seiten DIN A4





Inhaltsverzeichnis
Nahrungsmittelallergien - Ein Phänomen unserer Zeit?
Zahlen, Daten, Fakten
Allergie oder Pseudoallergie?
Die wichtigsten Nahrungsmittelallergien - kurz vorgestellt
Diagnose und Therapie
Nahrungsmittelallergien bei Kindern - Prävention
Literatur
Broschüren und Ratgeber
Adressenverzeichnis
Lernziele
Verlaufsplanung

Arbeitsblätter
Mahlzeitenplanung
Das NMA-Ratespiel

Informationsblätter
Wegweiser für den Nahrungsmittelallergiker (Teil 1)
Wegweiser für den Nahrungsmittelallergiker (Teil 2)
Achtung bei folgenden Zusatzstoffen
Allergieprävention bei Hochrisikokindern
Suchdiäten für Erwachsene und Kleinkinder

Overheadfolien
Allergie-Typ-I-Reaktion
Nahrungsmittelallergien
Lebensmittelkennzeichnng
Der Ernährungskreis
Allergiediagnostik
Allergieprävention

 Aus dem Inhalt:

Nahrungsmittelallergien - Ein Phänomen unserer Zeit?

Allergien, speziell auch Nahrungsmittelallergien, finden in der heutigen Zeit große Beachtung in den Medien. Zeitungsschlagzeilen deuten dabei sehr dramatisch an, daß wir alle langsam, aber sicher, durch die vielen Zusatzstoffe in der Nahrung vergiftet werden. Allergien stellten sozusagen die letzte Warnung des menschlichen Körpers dar.

Besonders zugenommen hat diese Angst durch den Europäischen Binnenmarkt, nach dessen Gesetzen Produkte mit in Deutschland verbotenen, in anderen EU-Ländern aber zugelassenen Zusatzstoffen auch bei uns verkauft werden dürfen. Geschürt wird die Furcht noch durch die bekanntermaßen nicht immer sehr deutliche Lebensmittelkennzeichnung, nach der bestimmte Hilfsstoffe, die bei der Herstellung benötigt und anschließend wieder entfernt werden, nicht zu deklarieren sind. Dabei ist nicht auszuschließen, daß trotzdem Spuren im Lebensmittel verbleiben. Selbst bestimmte Zusatzstoffe müssen nicht namentlich genannt werden; oft reicht die Angabe des Klassennamens, also die Aufgabe dieser Substanz (z. B. Geschmacksverstärker).

Die derzeitige Gesetzeslage ist sicherlich verbesserungswürdig, aber hat sie tatsächlich auch die immer wieder genannten Auswirkungen? Sind Nahrungsmittelallergien wirklich erst ein Phänomen der modernen Zeit? Ein kurzer geschichtlicher Rückblick zeigt, daß das ganz bestimmt nicht so ist:

Nahrungsmittelallergien sind bekannte Phänomene seit Jahrhunderten. Sie verursachen bei entsprechender Sensibilisierung vielfältige Symptome, speziell im Magen-Darm-Bereich, an Haut und Atemwegen. Die Ausprägungen können von sehr leicht bis sehr schwer verlaufen, im schlimmsten Fall können sie tödlich enden (anaphylaktischer Schock).

Bereits 400 v. Chr. hat Hippokrates Migräneanfälle, die durch Käse hervorgerufen wurden, beschrieben. Auch Unverträglichkeiten gegenüber Eiern waren ihm bekannt.

Der griechische Arzt Galenos (129-199 n. Chr.), Leibarzt des römischen Kaisers Mark Aurel, schilderte in seinem berühmten Lehrsystem, welches das gesamte medizinische Wissen seiner Zeit zusammenfaßt, Unverträglichkeitsreaktionen einzelner Menschen gegenüber bestimmten Pflanzen und Medikamenten.

1570 wurde erstmals ein sogenanntes Tierasthma beschrieben, 1800 das Bäckerasthma ausführlicher untersucht. Seit 1870 etwa ist die Neurodermitis bekannt, seit 1849 wird der Heuschnupfen näher studiert, 1878 dann als Pollenkatarrh einer bestimmten Ursache zugeordnet.

Um auf das Problem der Zusatzstoffe zurückzukommen, so sind allergische Reaktionen auf natürliche Stoffe (wie Erdbeeren, Milch, Fisch, Eier, Sellerie, Gewürze oder ähnliches) häufiger als solche auf synthetische Substanzen.

[...]

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