Vitamine
Arbeitsmaterialien in Theorie und Praxis für Lehrer,
Kursleiter und Dozenten
1996, 33 Seiten DIN A4
Inhaltsverzeichnis
Was sind Vitamine?
Einteilung der Vitamine
Empfohlene Zufuhr für Vitamine
Ursachen eines Vitaminmangels
Beschreibung der einzelnen Vitamine nach Funktion, Mangelsymptomen, Überdosierung und Vitaminquellen:
Fettlösliche Vitamine
Vitamin A (Retinol)
Vitamin D (Calciferol)
Vitamin E (Tocopherol)
Vitamin K (Phyllochinon)
Wasserlösliche Vitamine
Vitamin B1 (Thiamin)
Vitamin B2 (Ribofiavin)
Niacin (Nicotinsäure/-amid)
Vitamin B6 (Pyridoxin)
Folsäure
Pantothensäure
Biotin
Vitamin B12 (Cobalamin)
Vitamin C (Ascorbinsäure)
Literatur
Adressen
Lernziele
Verlaufsplanung
Arbeitsblätter
15 Fragen zum Thema Vitamine
Vitamine kreuzweise |
Informationsblätter
Vitamine A, D, E, K, B1
Vitamine B2, Niacin, B6, Folsäure, Pantothensäure
Vitamine Biotin, B12, C
Negative Faktoren für Vitaminstatus
Overheadfolien
Löslichkeit der Vitamine, Ursachen für Vitaminmangel
Empfehlung der DGE
Vitamine: Funktion, Bedarf und Mangelsymptome
Ernährungskreis
Regeln für vollwertige Ernährung |
Aus dem Inhalt:
Was sind Vitamine?
Vitamine sind lebensnotwendige organische Verbindungen, die der Körper nicht selbst oder nur in ungenügender Menge herstellen kann. Daher müssen sie mit der Nahrung aufgenommen werden. Die Vitamine haben im wesentlichen die Funktion, Stoffwechselvorgänge zu katalysieren und zu steuern. Dazu werden nur erstaunlich geringe Mengen benötigt.
Die Entwicklung zum heutigen Vitaminbegriff nahm ihren Anfang vor mehreren hundert Jahren, als erkannt wurde, daß Erkrankungen wie Beriberi, Nachtblindheit und Skorbut ernährungsbedingt sind. Im Jahre 1911 prägte Funk dann den Begriff Vitamine. Etwa 30 Jahre später wurde das letzte der heute bekannten 13 Vitamine entdeckt, die Folsäure.
Die ursprünglichen Produzenten für Vitamine sind Pflanzen und Mikroorganismen. Mittlerweile werden Vitamine kommerziell, überwiegend durch chemische Synthese, erzeugt. Verwendung finden diese "Unmengen" an Vitaminen nicht nur als Zusatzstoffe für Nahrungs - und Futtermittel, sondern auch in pharmazeutischen Erzeugnissen, pharmakologischen Präparaten, sowie in Kosmetika.
Die Vitamine werden auch im folgenden Theorieteil nach ihrer Löslichkeitin zwei Gruppen eingeteilt (Folie 1):
I. Fettlösliche Vitamine: Vitamin A (Retinol), Vitamin D (Calciferole), Vitamin E (Tocopherole), Vitamin K (Phyllochinon).
II. Wasserlösliche Vitamine: Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B2 (Riboflavin), Niacin (Nicotinsäureamid, Nicotinsäure), Vitamin B6 (Pyridoxin), Folsäure, Pantothensäure, Biotin,
Vitamin B12 (Cobalamine), Vitamin C (Ascorbinsäure).
Die unterschiedliche Löslichkeit dieser zwei Vitamingruppen in Wasser hat Einfluß auf verschiedene biologische Eigenschaften hinsichtlich Resorption, Transport, Speicherung und Ausscheidung (Folie 1). So werden wasserlösliche Vitamine schlecht gespeichert (Ausnahme ist Vitamin B12) und eine überschüssige Zufuhr wird mit dem Harn ausgeschieden. Fettlösliche Vitamine hingegen können gespeichert werden. Eine übermäßige Zufuhr kann daher auch zu einer Hypervitaminose führen, besonders bei Vitamin A und Vitamin D.
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